Digital Workspace

Der intelligente Workspace – Widerspruch in sich?

IoT und Artificial Intelligence bieten eine starke Kombination zur digitalen Transformation von Arbeitsplätzen. Durch die zunehmende Vernetzung von Endgeräten und Mitarbeitern führt zu dynamischer Collaboration und damit zu kollektiver Intelligenz. Das führt zu erhöhter Produktivität, höherer Sicherheit und genauerem Asset Management. Mitarbeiter sind in vielen Branchen das größte „Kapital“ einer Firma. Daher sind Unternehmer alleine schon den Aktionären verpflichtet, dieses Kapital intelligent und produktiv einzusetzen.

Future Workplace

Der Arbeitsplatz bekommt eine völlig neue Bedeutung. Das tragbare mobile Büro ist ja für viele schon Realität. Dieses wird in den nächsten Jahren durch Wearables und durch das selbstständigere Auto komplementiert. Gleichzeitig werden Gebäude miteinander verbunden und intelligenter. Die Konnektivität mit künstlicher Intelligenz und fortgeschrittener Analytik ist die nächste Stufe für eine Umgebung, die eine bessere Zusammenarbeit am Arbeitsplatz fördert. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Informationen über die Präferenzen seiner Mitarbeiter über verbundene Geräte erfassen kann, kann es die täglichen Arbeitsaktivitäten rationalisieren und Zeit und Energie sparen. Ein Mitarbeiter, der ein Meeting planen muss, kann Anforderungen an folgende Faktoren automatisieren: Konferenzort und Raum, Technologie im Raum, Beleuchtung, Temperatur, Snacks, Getränke. Die Liste ließe sich fortsetzen mit der Anreise, dem Rahmenprogramm und der Übernachtung. Smartphone-Apps oder Office-Roboter könnten die Teilnehmer nach Bedarf unterstützen Diese Möglichkeiten sind aufregend. Doch der intelligente, durch IoT und künstliche Intelligenz gestärkte Arbeitsplatz birgt auch einige Herausforderungen. Nicht zuletzt in der Fragestellung inwieweit der Arbeitnehmer, der von den Annehmlichkeiten zunächst profitieren soll, noch „Space“ an seinem intelligenten Workspace findet.

Wird der intelligente digitale Workspace maschinell, also im Klartext überflüssig?

Auch die Bedürfnisse des Arbeitnehmers sind, dem Unternehmer der ein gesundes Unternehmen führen will, eine starke Verpflichtung. Viele befürchten, dass ihre Arbeitsplätze in Zukunft in Gänze oder teilweise wegoptimiert werden. Diese Sorgen sind nicht ganz unbegründet. Maschinen arbeiten 24 Stunden am Tag und fordern keine Gehaltserhöhungen. Laut einer aktuellen Erhebung des BITKOM könnten in Deutschland in den nächsten fünf Jahren bis zu 3,4 Millionen Stellen vernichtet werden, weil entsprechend viele Unternehmen ihre Existenz durch die Digitalisierung gefährdet sehen. Also kein digital Workspace für 3,4 Millionen Arbeitnehmer? Diese große Zahl muss natürlich nicht eintreffen, doch sie zeigt die Bedrohung, vor allem für leicht erlernbare Routinetätigkeiten. Dazu gehören auch Tätigkeiten, die mit Bürojobs verbunden sind, wie zum Beispiel Back-Office-Prozesse bei Londoner Banken.

Auf der anderen Seite unterstreicht der Bitkom den Fachkräftemangel. Die Steuerung der Robotik wird mit ihren steigenden Anforderungen komplexer. Damit bleibt die Anforderung an Entscheidungsträger, die anders als Maschinen, über digitale Grids hinweg entscheiden können, hochrelevant. Komplexe Koordinationsaufgaben sind ohne den Faktor Mensch nicht zu lösen. Es ist die höhere Flexibilität des Menschen, die ihn am Arbeitsplatz durch Maschinen nicht ersetzbar macht. Doch viele werden lernen müssen, diese Flexibilität wieder verstärkt einzusetzen. Auch da wo keine Jobs durch Robotik gestrichen werden, muss durch das Zusammenspiel die Aufgabenteilung angepasst werden.

Bedarfsanalyse nach Rollen, um frühzeitig Fachkräftemangel zu entgegnen

Unternehmen sollten ihre eigene Belegschaft nach den Bedürfnissen ihrer Rollen und Aufgaben vor und nach der Digitalisierung untersuchen. Nur so können Härtesituationen rechtzeitig abgefedert und Engpässe rechtzeitig erkannt werden. Es wird Rollenprofile mit Knappheit an Fachkräften geben. Die einzige langfristige Maßnahme dagegen ist ein auf die Bedürfnisse abgestimmtes Ausbildungsprogramm.

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