Cloud Computing, Industrie 4.0

Industrie 4.0 – Quo Vadis – RFID?

Autor: Wolfgang Heinhaus

 

Bottom Line ICT-Anwender:

Für den Industrie Anwender ist es ein Glücksfall, dass es den RFID bereits gibt. Der Chip ist bereits ausgereift und vielfach einsetzbar. Schon heute ist es möglich, die Wertschöpfungskette mit Hilfe dieses Chips vom eingelagerten Rohstoff bis hin zum Fertigprodukt zu verfolgen. Die Daten werden erfasst, weitergegeben und von der IT weiter verarbeitet.

Bottom Line ICT Anbieter:

RFID ist zu einem wichtigen Bestandteil von Industrie 4.0 geworden. Künftig werden sicher noch weitere Informationen benötigt. Aus Experton-Group Sicht wird der Chip weiterentwickelt und den Anforderungen der Anwender angepasst.

 

Es ist erst einige Jahre her, da hatte der Handel den RFID Chip (Radio Frequently Identification) für sich entdeckt. Warenhäuser hatten die Idee, den RFID Chip in Textilien einzuweben, um die Inventur zu vereinfachen, Handelshäuser wollten damit den Warenstrom vom Hersteller über den Wareneingang im Zentrallager bis hin zu den Verkaufsräumen verfolgen, um die Logistik zu vereinfachen. Mag sein, dass diese Idee der Zeit voraus war. Vor allem die damaligen Kosten haben diese Projekte wieder ausgebremst.

 

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RFID Chip, Quelle: wikimedia

 

Jahre später wurde die RFID Idee im Rahmen von Industrie 4.0 wieder aktuell. Eine Renaissance für den RFID Chip. RFID kann Produkte intelligent machen. Industrie 4.0 hat es erkannt  und setzt diese Intelligenz in Produktion und Prozesse ein (smart factory). Die Kosten sind deutlich gesunken und gestalten die Nutzung wirtschaftlich.

Die zu verarbeitenden Materialien tragen RFID Chips (auch Transponder genannt), die entsprechende Informationen enthalten, die für den Verarbeitungsprozess erforderlich sind. Die Daten werden mit einem RFID Reader ausgelesen und informieren die Produktionsmaschinen, was mit dem Material passieren soll. Das kann auch ein Barcode. Allerdings nur in eine Richtung. Die Informationen sind nicht veränderbar.  Das ist bei einer smart factory aber erforderlich. Smart factory steuert das zu fertigende Material ganz individuell während seiner Produktion. Das Werkstück kommuniziert bidirektional mit dem RFID Reader und aktualisiert die Informationen auf dem am Werkstück angebrachten Transponder. Somit gibt das Werkstück jederzeit Auskunft darüber, welche Prozessschritte es bereits durchlaufen hat und was der nächste Step sein wird. Mit Recht spricht man in diesem Zusammenhang auch vom DPG (Digitalen Produkt Gedächtnis).

Die Maschinen kommunizieren auch untereinander (M2M). Wenn eine Maschine Probleme hat, so kann es diese Information abgeben. Dadurch wird automatisch eine Auswahl getroffen, welche Maschine den Auftrag übernehmen kann. Das Werkstück wird umgeleitet, die Information wird auf dem Transponder eingetragen. Über die RFID wird identifiziert, welche Maschine das Problem hat und fordert selbsttätig eine Wartung an.

RFID hat im Rahmen von Industrie 4.0 seine Feuertaufe bestanden und wird sich sicher weiterentwickeln.

 

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