Digital Transformation

Digital Business Transformation: Welche Bedeutung hat Digital Product Creation?

In dieser Artikelserie werden wöchentlich Definitionen und Kriterien der aktuellen Studie zum Thema Digital Business Transformation beleuchtet. Die vorhergehenden Artikel dieser aktuellen Untersuchung der ausgewählten Anbieterlandschaft befassten sich mit

Dieser Artikel befasst sich mit dem bedeutenden Thema Digital Product Creation & Customization für zukunftsweisende Produkte und Services, die primär „as a Service“ angeboten und konsumiert werden.

Die Digital Transformation ist als Megatrend eine Top-Priorität auf der Unternehmensagenda. Dies ist inzwischen nichts Neues mehr! Daher setzt die aktuelle ISG-Studie erneut und tiefergehender denn je an dieser Stelle an. Analysiert werden folgende Lösungen und Serviceangebote regionaler und globaler Anbieter:

Bewertungskriterien und Anforderungen

Die wichtigsten Bewertungskriterien und Anforderungen an diese Anbieter lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Beratung zu neuen Geschäftsmöglichkeiten mit digitalisierten Produkten und Dienstleistungen
  • Bereitstellung von Kollaborationsmöglichkeiten bzw. Plattformen und Schnittstellen über heterogene Dienste hinweg
  • Tools, eingebettet in Code oder ganze Toolsets sowie Plattformen wie beispielsweise Atlassian, das verwandte Subsysteme verbinden
  • Kenntnisse im Innovationsmanagement
  • Agile, schlanke, Rapid-Application-Development- (RAD-) und UX-basierte Lösungsentwicklung sowie Know-how in neuen Sprachen zum Contract Management wie beispielsweise Solidity.
  • Allgemeine Offenheit des Angebots für Kunden und Partner
  • hoher Anteil an Open-Source-Lösungen
  • Automatisierungstests mit Rapid Prototyping und Stresstests in Anwendungsszenarien
  • Flexible Service- und Supportmodelle hinsichtlich Inhalt, Flexibilität, Innovation und Landessprache
  • Transparente Preismodelle für Services und Lösungen sowie Supportangebote
  • Vorlagen und Anwendungsfälle für Starthilfen

Dieses Segment umfasst die von Grund auf neue Entwicklung digitaler Produkte für Unternehmen und ist prinzipiell ein Teilaspekt von Digital Continuous Delivery, dessen Ziel darin besteht, den Code jederzeit in einem einsatzfähigen Zustand zu halten. Die grundlegende Veränderung im Vergleich zur alten Welt der Produktentwicklung ist die inhärente Fokussierung auf die Erstellung modularer Servicekomponenten für das Enterprisegeschäft oder die Anpassung bestehender, aber veralteter Servicekomponenten.

Diese Entwicklungen und Anpassungen können als Service angeboten werden, bleiben aber hinter dem vollständigen „Continuous Delivery“-Paradigma zurück. Die Monetarisierung dieser Produkte sollte integriert und immanenter Teil des Entwicklungsprozesses sein. Einige Beispiele für Digital Transformational Products sind Beschleuniger/Templates für Appilkationen sowie deren Erstellung über modulare Baukastensysteme mit individuellen Designmöglichkeiten, mobiler Zugriff auf Systeme (Self Management) und integrierten Kaufoptionen (browser & buy), Hotspot-Marketing-Möglichkeiten für die Einbindung bestehender Werbekampagnen, oder individuelle Aktionen für bestimmte Tage oder Uhrzeiten, Test- und Trialversionen zur Unterstützung des Kaufentscheidungsprozesses bzw. des Abschlusses von Abonnements, Digital Mirroring/simuliertes Ausprobieren eines Produktes mit Statistiken und Rückmeldungen zur Kundenakzeptanz sowie weitere.

Innovationsgeschwindigkeit verbessern

Die höhere Innovationsgeschwindigkeit hinsichtlich der Nutzung von Produkten für die Digitale Transformation und Methoden zur Umwandlung von Informationen in Umsätze basiert auf schlanken, flexiblen und kundenzentrischen Geschäftsprozessen, unterstützt von agilen, gut abgebildeten Entwicklungsansätzen. Derzeit ist „Information Excellence“ in aller Munde; Unternehmen werden dazu gedrängt, all ihre Prozesse hinsichtlich der Erstellung von Produkten und Services auf den Prüfstand zu stellen und zu verbessern. Herausforderungen sind insbesondere Funktionalitäten und Prozesse zur Bewertung und Unterstützung von Ideen im Rahmen aktueller Digitalisierungstrends.

Externe Entwicklungs- und Verbesserungs- bzw. Modernisierungsanbieter (as a Service) nutzen unterschiedliche Ansätze, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Beispiele sind Crowd Sourcing als Service oder Swarm-Intelligence-Lösungen.

Der Weg von der Ideenfindung bis zum kommerziellen Produkt wird immer komplexer, aber die Ergebnisse werden in immer kürzerer Zeit erwartet. Veränderungsmanagement sollte daher ein willkommener und kontinuierlich zu treibender Prozess innerhalb von digital veränderten Organisationen sein. Reaktionsschnelle Multi-Device-Anwendungen mit offenem UX-Design gehören als Selbstverständlichkeit dazu. Die Skalierbarkeit und Performance einer Anwendung sowie die bewährte und zuverlässige Performance in eng getakteten Zeitfenstern sind entscheidend. Häufig sind es nur noch acht bis zwölf Wochen, die Unternehmen für das Einspielen von Updates bzw. Weiterentwicklungen bleiben. Eine wirklich kurze Zeitperiode, bedenkt man die Anbahnung und Abstimmung von Inhalten und Anforderungen über die Produktion und die notwendigen Integrations- bzw. Stresstests.

Führungskräfte in den Bereichen Entwicklung und individuelle Anpassungen arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um die vom Kunden gewünschten Lösungen auf der Grundlage von Strategie oder Kundenfeedback zu einem Produkt zu entwickeln, das sich durch Skalierbarkeit, Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit auszeichnet.

Die von den „as-a-Service-Entwicklern“ verwendeten Methoden können Folgendes umfassen:

  • Skalierbare Bereitstellungsmodelle zur Unterstützung der dramatisch steigenden Anzahl von Produkten und Dienstleistungen sowie der Notwendigkeit eines Innovationsmanagements
  • Agile-, Lean-, Canvas- und DevOps-Ansätze ermöglichen eine schnellere, marktorientierte Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die die Wachstumsraten in neuen Zielmärkten erhöhen.
  • Open-Source- und Rapid Application Development Frameworks
  • Automatisierter und umfassender Use-Case-Stresstest der Produkte vor der Freigabe an den Kunden

Kunden und Märkte erwarten von den Anbietern, dass sie sich mit der schnellen Veröffentlichung neuer Funktionen gegenseitig übertreffen. Agile Praktiken können die Geschwindigkeit solcher Innovationen verbessern, zum Beispiel die Zeit zwischen den Releases von Monaten auf Wochen oder sogar Tage und Stunden verkürzen. Entwicklungsunternehmen im Geschäftsfeld „aaS“ bieten Unternehmen alle Vorteile, über die neuesten Technologien und Methoden zu verfügen, um diesen Bedarf zu decken. Gleichzeitig haben sie den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu internen Entwicklungsteams „Pay as you use/need“-Kosten verursachen und somit unter der Rubrik Operational Costs (OPEX) laufen.

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