Security

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Was ist der Nutzen – und für wen?

Die neue Datenschutz Grundverordnung ist seit dem 25. Mai 2018 in Kraft. Welchen Nutzen und welche Rechte haben nun Personen, wenn ihre Daten in Unternehmen gespeichert sind, und was muss das Unternehmen tun, um die Daten bereitzustellen?

Seit mehr als zwei Monaten ist die neue Datenschutz Grundverordnung in Kraft. Es ist viel darüber diskutiert und geschrieben worden, wie die persönlichen Daten in den Unternehmen zu schützen sind und welche Folgen eine Missachtung verursachen kann.

Aber wie erfährt die einzelne Person, ob der Schutz auch gewährleistet ist? Denn ein Ziel der DSGVO ist es, Transparenz über die gespeicherten Personendaten zu erreichen und nachzuweisen, was mit den Daten geschieht.

Jede Person hat gemäß der Verordnung die Möglichkeit nachzufragen, an welchem Ort ein Unternehmen seine Daten gespeichert hat und wer Zugriff auf diese Daten hat. Die Anfrage sollte schriftlich per E-Mail oder Brief erfolgen. Das Unternehmen muss innerhalb von einem Monat darauf antworten und mitteilen, wie die Daten gespeichert sind. Wenn die Daten sich daraufhin als nicht richtig oder unvollständig erweisen, kann das Unternehmen aufgefordert werden, eine sofortige Korrektur vorzunehmen.

Personen haben auch das Recht auf Datenlöschung. Im Artikel 17 der DSGVO ist beschrieben, dass die Daten unverzüglich gelöscht werden müssen, wenn das Unternehmen sie nicht mehr benötigt oder die Einwilligung widerrufen wird. Darüber hinaus besteht auch ein Auskunftsrecht. Nach Artikel 15 der DSGVO besteht nicht nur die Pflicht, den Grund der Datenverarbeitung, sondern auch die Dauer der Speicherung mitzuteilen.

Herausforderungen, aber auch Nutzen für Unternehmen

Die Unternehmen müssen versichern, dass die persönlichen Informationen aus allen strukturierten Anwendungen wie aus Datenbanken, lokalen und dezentralen Speicherorten sowie unstrukturierten Anwendungen, z.B. E-Mails, Backups, Cloudumgebungen oder Fileverzeichnissen – falls erforderlich – gelöscht oder verändert werden. Oft ist Anwendern in dem Unternehmen nicht bekannt, wo überall die Daten abgelegt sind. Dazu muss ein Datenmanagement aufgebaut und implementiert werden. Für die Umsetzung der Vorgaben der DSGVO ist ein Analysetool zu empfehlen, das alle Speicherorte durchkämmt, um die Daten aufzuspüren. Als Nebeneffekt der Einhaltung der DSGVO-Richtlinien führen diese Tools zu einem effizienteren Datenmanagement. Durch die bessere Übersicht, wo sich die Daten befinden wird, auch die Datenverarbeitung verbessert. Backup- Restore- und Archivierungsprozesse werden beschleunigt und gestalten sich komfortabler.

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