Digital Workspace

Digital Workplace und seine Nutzer – ab wann ist die Vision real?

Der digitale Arbeitsplatz wird mit höherer Effizienz und Kosteneinsparungen in Verbindung gebracht. Doch ein ganz wesentlicher Erfolgsgarant ist die Fähigkeit, Mitarbeiter durch die digitale Transformation zu führen und an das Unternehmen zu binden. Wie schafft man das? Studien besagen immer wieder, dass Mitarbeiter von ihrem Digital Workplace folgende Dinge erwarten:

  • Höhere Flexibilität in der Wahl des Arbeitsortes, z.B. Home Office. Sowie flexible Arbeitszeit, beispielsweise um Kinder und Beruf besser in Einklang zu bringen.
  • Besseren mobilen Zugang zu Unternehmensressourcen über moderne und einfach zu nutzende Anwendungen.
  • Bessere Zusammenarbeit, auch durch eine höhere Vernetzung mit Kollegen außerhalb des eigenen Offices.

Viele Arbeitgeber sind den Mitarbeitern in den ersten beiden Punkten heute weit entgegengekommen. Heimarbeitsplätze und mobile E-Mail sind inzwischen sehr weit verbreitet. Diese Entwicklung hat, ebenso wie der technologische Fortschritt, einen starken Einfluss auf die „Digitalisierung“ des Arbeitsplatzes. An dieser Stelle ist es ratsam, bewusst zu hinterfragen, über was wir in Bezug auf den digitalen Arbeitsplatz eigentlich sprechen. Der digitale Arbeitsplatz ist aus verschiedenen Trends entstanden, die das Arbeitsumfeld heute bestimmen. ISG sieht dafür vor allem drei prägende Entwicklungsphasen.

Abbildung: Der digitale Arbeitsplatz wird von Mobilität, Vernetzung und Collaboration geprägt.

1. Mobilität –Das Gewicht von Mobile Only Workspaces wird 2018 weiter zunehmen

In großen Unternehmen arbeiten heute bereits 30 Prozent der Belegschaft zum größten Teil mit mobilen Endgeräten. Dazu gehören Smartphones, Tablets und Notebooks. Dieser Anteil wird auch im nächsten Jahr rasant zunehmen. Mobile Anwendungen sind heute der Maßstab für IT-Systeme in Bezug auf Zugang und Nutzbarkeit. Konzepte wie Single Sign-on und Identity- und Access-Management (IAM) nehmen eine Schlüsselrolle für die Verteilung von kritischen Inhalten auf mobile Endgeräte ein. Diese stehen auch mit Blick auf den Datenschutz und die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in diesem Jahr besonders im Fokus.

2. Der digitale Arbeitsplatz wird stärker vernetzt

Angenommen, der Arbeitsplatz wechselt von fest zu mobil, und das Arbeitsgerät vom Office-PC zum Tablet. Mit mehr Geräteintelligenz und mehr Auswahl wird es möglich sein, mit jedem Gerät von fast überall zu arbeiten, solange der Zugang zu relevanten Informationen gewährleistet ist. Sobald sich der Mitarbeiter anmeldet, verbindet das System den Benutzer mit seiner Rolle und dem entsprechenden Kontext. Die Informationen können in einer angepassten Schnittstelle präsentiert werden. Das System zeigt beispielsweise Visuals anstelle von Audio an, wenn sich jemand mit einem Tablet anmeldet. Im Auto wird die gleiche Information verbal präsentiert, wenn sie vom Fahrer abgefragt wird. Die Wertsteigerung für den Endnutzer und die höhere Produktivität der Unternehmen ergibt sich vor allem aus der Integration der verschiedenen Endgeräte und Interfaces.

3. Collaboration – endlich die Spitze der Produktivität erreichen

Der dritte Punkt wird einer der größten Trends und die Arbeitskultur in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Das Thema wird schon sehr lange breit diskutiert. Der langjährige Erfolg von Tele Conferencing zeigt den großen Bedarf auf. Doch das ist erst der Anfang. Die Technologieinnovation schreitet voran. So bietet beispielsweise Office 365 ein leistungsstarkes, intuitives und umfassendes Paket für Kommunikation und Collaboration an. Genauso intuitiv zu bedienende Alternativen kommen von Google und Cisco. Doch die Technologie kann nur dann zur Entfaltung kommen, wenn sie durch den kulturellen Wandel begleitet wird. Die größte Hürde sind individuelle Zielvorgaben über Linienverantwortliche zu individuellen, abteilungsspezifischen Leistungen. Erst wenn hier die richtigen Weichen gestellt werden, wird sich unsere Arbeitsweise durch Collaboration grundlegend verändern. Die Tatsache, dass Personalabteilungen zunehmend in der Gestaltung des digitalen Arbeitsplatzes aktiv werden, lässt hoffen, dass dieser Zopf genauso abgeschnitten werden kann wie der 9-to-5 Job im Firmenbüro.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.