Big Data

Ran an den Speck!

Das Internet wächst und wächst. Immer mehr Geräte erzeugen immer mehr Daten. Die Schätzungen gehen in die Milliarden hinsichtlich der Geräte und der Umsätze. Noch höher ist das Datenvolumen pro Jahr, das im Bereich mehrerer Zettabyte (Zettabyte: eine Eins mit 21 Nullen) liegt und sich in den nächsten Jahren sogar noch vervielfachen wird.

Dieses zunächst einmal unvorstellbare Datenvolumen ist ein Weckruf für Systemhäuser und auch für den Channel.

Die Technologiebereiche, mit denen zukünftig diese riesigen Datenmengen erzeugt werden, sind Big Data Analytics, Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und vor allem die ganz alltägliche private Internetnutzung mit digitalem Fernsehen, Chats und digitalen Publikationen.

Die Anwenderbereiche sind praktisch alle Branchen, Industriezweige, auch die Anstalten der öffentlichen Hand und die BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) bis hin zum Gesundheitswesen.

Kaum ein Unternehmen in hat noch die Zeit und die Muße, sich in der ständig wachsenden Landschaft an Lösungen zurecht zu finden. Das ist ein ideales Betätigungsfeld für IT-Beratungen, den Channel, die Systemhäuser und die Systemintegratoren. Eine besondere Rolle fällt dem Channel zu. Systemhäuser und Systemintegratoren, auch IT-Managementberatungen, haben neben der Aufgabe, die Lösung zum User zu bringen, den Anwender bei der Konzeption und bei der Gestaltung der vertraglichen Basis mit den Lieferanten zu unterstützen. Hier geht es vor allem um Lieferfähigkeit und Schutz vor Ausfällen, im technischen wie im juristischen Sinne. Die Messgeräte und Sensoren für das Internet der Dinge und Industrie 4.0, die Scanner für (nicht nur QR-) Codes und auch die Gateways, die diese Technik mit der Enterprise-IT verknüpfen, müssen im Alltag oft mehr aushalten als in der Demophase oder im wohlbehüteten Pilotprojekt. Nur nicht technisch müssen die Lieferfähigkeit und der Schutz vor Ausfällen gewährleistet sein.

Der Channel hat neben seinem Geschäft mit dem erforderlichen Technik-Stack eine besondere Filterfunktion für die Softwareprodukte. Welche Anbieter agieren nachhaltig, welche sind auf schnelles Wachstum und die rasche Übernahme durch einen der großen Anbieter ausgelegt? Welche Anbieter können auch einen großen Auftrag stemmen, und bei welchen ist der Back-Log an Änderungen so groß, dass sie allein damit noch eine Weile beschäftigt sind – und somit keine Zeit für Kundenwünsche haben?

Die Unternehmen im IT-Channel haben, gegebenenfalls mit befreundeten Systemhäusern, das Know-how vor allem hinsichtlich der Kundenbedarfe und können aus der Vielfalt der Anbieterlandschaft die am wenigstens passenden schon einmal aussortieren.

Damit entsteht für die Anbieter eine neue Herausforderung: Sie müssen nicht nur die Kunden „bezaubern“ und die Analysten beeindrucken, sondern auch ein konkretes Modell für den Channel entwickeln. Damit die künftigen vielen Zettabytes auch einen Sinn haben. Viel Zeit ist nicht mehr. Komplexe Big-Data-Projekte werden nicht in einem halben Jahr realisiert. Das genügt unter Umständen für die Implementierung einer NoSQL-Datenbank oder einer Analytics Software. Die komplexen Projekte aus der Praxis bei Versorgern oder Logistikern sind heute schon auf mehrere Jahre ausgelegt. Eine Chance für den Channel!

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