Social Business

Social Business: Treiber – und Katalysator – der Digitalen Transformation

Bottom Line (ICT-Anwenderunternehmen):

Social Business ist mit seiner Ausrichtung sowohl auf die Unterstützung der Zusammenarbeit in den Unternehmen als auch für das zielgerichtete Marketing in sich wandelnden Märkten ein Mehrzweckwerkzeug für die Digitalisierung. Bisher noch wenig beachtet ist, dass Social Collaboration auch wie ein Katalysator bei dem notwendigen Wandel wirken kann.

Bottom Line (ICT-Anbieterunternehmen):

Um Kunden für Social Collaboration zu gewinnen, kann es hilfreich sein, neben dem direkten positiven Effekt auch auf den indirekten Effekt hinzuweisen.

„Social Business“ ist weit verbreitet immer noch ein etwas unklarer Begriff. So kursieren Vorstellungen wie Facebook, gesellschaftsverträgliches Geschäft etc. noch in vielen Köpfen. Wir bei ISG sagen: Social Business ist vor allem ein Treiber und Mehrzweck-Werkzeug für die Digitalisierung. Der Grund dafür ist, dass Social Business die Digitale Transformation in mehreren Richtungen unterstützt.

Mehrzweck-Tool für Digitalisierung

Bildquelle: Victorinox

Primär lassen sich dabei die interne Ausrichtung, die Unterstützung für die effiziente Zusammenarbeit (Collaboration) im Unternehmen, und die externe Ausrichtung, die Unterstützung eines zukunftsgerichteten Marketings, das den Bedingungen in den sich immer stärker wandelnden Märkten Rechnung trägt, unterscheiden.

Zum Thema Social Collaboration zählen z.B. Themen wie Social Enterprise Networking Suites, Lösungen für Project & Task Management und – als zunehmend relevantes Thema – Messaging-Tools.

Der externe Aspekt – auch häufig unter dem Begriff „Digital Customer Journey“ beschrieben – umfasst z.B. Themen wie Social Media Management und Social Communities. Social Analytics hilft, relevante Erkenntnisse aus sozialen Netzwerken zu gewinnen.

Als interessantes Querschnittsthema haben Chatbots an Bedeutung gewonnen, die sowohl hinsichtlich des Kontakts zum Kunden als auch für die unternehmensinterne Zusammenarbeit neue Möglichkeiten bieten.

Die Katalysatorwirkung von Social Collaboration

Diese direkten Treiberwirkungen haben bereits viele Anwenderunternehmen erkannt und umgesetzt. Bisher noch wenig diskutiert wird die indirekte Wirkung der Einführung von Social Collaboration auf die Digitalisierung.

Damit Social Collaboration in den Unternehmen funktionieren kann, ist nicht nur die Implementierung einer Software-Lösung erforderlich, sondern weitaus wichtiger ist der begleitende kulturelle und organisatorische Wandel. Social Collaboration bedeutet nämlich eine grundsätzliche Veränderung der Einstellung und Arbeitsweise im Unternehmen: Insbesondere geht es auch darum, sich von Silodenken und Herrschaftswissen zu verabschieden und sich einer offenen Zusammenarbeit zuzuwenden, in der sich auch (hierarchische) Abgrenzungen auflösen.

Im Zuge der Digitalisierung sind viele Unternehmen vor die Herausforderung gestellt, dass es divergierende Interessengruppen gibt, die aufgrund von Silo- und Herrschaftsdenken zu wenig an einem Strang ziehen. CMO, CIO und ggf. der CDO zeigen einfach häufig eine (auch mental) unterschiedliche Ausrichtung. Bei einer fundierten Einführung von Social Collaboration bringen die organisatorischen Veränderungen im Wandel auch zwangsläufig eine Veränderung der Arbeitsweise mit sich. Das ist das, was als der Katalysatoreffekt von Social Collaboration bezeichnet wird. Es gibt natürlich keine Garantie für ein hundertprozentiges Gelingen, dies hängt auch sehr stark von den Verhältnissen im einzelnen Unternehmen ab. Aber der Katalysatoreffekt kann die Entwicklung zur Digitalisierung zumindest günstig beeinflussen. Damit dies gut gelingt, sollte sich die Geschäftsführung im Gesamtunternehmensinteresse besonders der Einführung von Social Collaboration annehmen.

Auf das Thema Social Business, unter speziellem Aspekt von Chatbots und künstlicher Intelligenz, gehen mein Kollege Oliver Nickels und ich in einem Vortrag auf der ISG-Hauskonferenz „Expertonale“ am 24. Oktober in Frankfurt/Main ein. Nähere Informationen zum Inhalt und zur Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

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