Digital Transformation, Internet of Things

Digital Transformation und das Internet of Things

Was haben das Internet of Things (IoT) bzw. Digitalisierung mit Remastered Versions aus der heutigen Medienlandschaft gemeinsam? Folgende Punkte zeigen nur einige Eigenschaften, die Parallelen aufzeigen:

  • Optimierter Service sowie bessere Instandhaltung
  • Konsolidierung, Miniaturisierung, Mobilisierung bis zur Virtualisierung
  • Einsatz von 8- und 16-Bit-Prozessoren in Miniatur- oder Nano-Architekturen
  • Nutzung und Aufbau von Ökosystemen bzw. vertikaler Plattformen für Skalierung
  • Connectivity Updates
  • Kontinuierliches Delivery / Nutzung von digitalen Ökosystemen und Plattformen

IoT ist eines der besten Beispiele für die fortschreitende Komplexität der Digitalisierung. Die Komplexität besteht dabei in dem Einbezug vieler Themen und Herausforderungen, die nicht nur technischer Natur sind. Die digitale Transformation ist eine kontinuierliche und niemals endende „Journey“, die aktuell die Grundfesten unserer Gesellschaft in rasanter Weise auf den Kopf stellt. Aber Vorsicht: Wem die Veränderung in den letzten Jahren schon zu schnell ging, der sollte sich lieber anschnallen, denn jetzt geht’s erst richtig los! Die Veränderungen in den nächsten 10 Jahren sind exponentiell und um ein vielfaches schneller als in den letzten Jahren.

Geschäftsmodelle im Wandel

Traditionelle Geschäftsmodelle haben immer häufiger ausgedient und werden entweder mit digitalen Services – intern und extern – als

  • erweiterndes Addon „ergänzt“,
  • als komplementäres Gut „angeflanscht“
  • oder als Neugründung in Form einer GmbH bzw. als Startup „hochgezogen“.

Letzteres Modell hat nachweislich sehr große Zukunftschancen und besitzt häufig auch einen digitalen Kern, ist jedoch auch eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. In den beiden ersten Fällen müssen die Kultur der Mitarbeiter und die gesamte Wertschöpfungskette bzw. Kunden und Partner relativ schnell und trotzdem mit Bedacht verändert und mitgenommen werden. Der Cashflow wird sich verändern, und Business-Pläne können neu geschrieben werden. Dies bedingt in der Konsequenz neue Investoren und die Vorbereitung auf neue Kundenzielgruppen, die neue Anforderungen an das Unternehmen auf neuen Kanälen herantragen.

Geschäftsmodelle

Quelle: ISG, 2017.

Unabhängig von der jeweiligen Geschäftsausrichtung geht die digitale Transformation so gut wie nie ohne den organisatorischen Wandel und somit auch Social-Business-Komponenten vonstatten. Einzige Ausnahme: Gründer aus der Generation Y oder Z nutzen beispielsweise Software Development Kits und gründen über Nacht ein Unternehmen. Hier kommt die Erdung in der Regel erst ab einer gewissen Unternehmensgröße von 20 bzw. spätestens ab 50 bis 100 Mitarbeitern, die das Unternehmen strukturell und auch kulturell bremsen kann.

Prinzipien des digitalen Könnens

Gewisse Prinzipien der Unternehmensführung gelten heute als Grundgesetz erfolgreicher Unternehmen. Dazu gehören beispielsweise flache Hierarchien und flexible interdisziplinäre Teams, die sich in kleinen Zyklen abstimmen und dabei moderne Kommunikations- und Kollaborations-Tools (à la Slack) nutzen und Kundeneinflüsse von außen entlang der Digital Customer Journey wahrnehmen bzw. diese über geplante Veränderungen auf dem Laufenden halten. Die Verzahnung von Entwicklung, IT und Geschäft in Form von DevOps und dem Einbezug des Scrum-Modells gehört inzwischen zum guten Ton. Hierzu gibt es ein spannendes Video auf YouTube (Link – ISG ist nicht für externe Links verantwortlich).

Kollaboration

Quelle: ISG 2017.

Die Verwendung von neuen Methoden des „Hackings“, nicht nicht als Development zu verstehen, sowie die wichtige Vorsicht vor Social Engineering, sind wichtig, um sich gegenüber den definitiv drohenden Gefahren von innen und außen (Cyber-Terror) abzusichern. Dennoch wird jedes Unternehmen in die Digitalisierung gezwungen und muss sich deshalb mit Daten beschäftigen.

Das Verständnis für die Bedeutung von Daten als Energie- und zugleich Profitquelle bzw.die intrinsische Nutzung von Analytics bzw. Monitoring Tools bis hin zu Data Science Plattformen für eine bessere Automation und präzisen Prognosen sollte niemals fehlen. Auch der Einbezug externer (Public) Clouds bis hin zur kompletten Aufgabe des eigenen Rechenzentrums ist ein wichtiger Faktor des Erfolgs, zu dem auch die Mobilisierung und Industrialisierung sowie Standardisierung von Geschäftsprozesse gehört. Hier straucheln Unternehmen speziell im Thema Vertragswerk und Compliance Check. Vor allem in der Fertigung zählt die autonome Produktion mit Robotern trotz parallelem Anspruch auf Massen-Customizing mit Losgrößen = 1 zu den aktuellen Begehrlichkeiten der Profitmaximierung. Beinahe jede Disziplin ist mehr oder weniger ein Muss in der heutigen Welt, die mit allen Mitteln versucht, in die Zukunft zu schauen.

Evolution dxer Instandhaltung

Quelle: ISG, 2017.

Das CxO-Level muss heutige permanent Zugriff auf einen treffsicheren Forecast haben. Visualisierung hilft dabei immer häufiger beim Verständnisaufbau. Dabei spielen immer häufiger auch Echtzeitdatenanalysen eine Rolle, die Auswirkungen verschiedener Variablen direkt veranschaulichen bzw. berechnen. Als Beispiel kann die Rückfahrkamera im Auto herhalten, die ja auch in Echtzeitlinien den zu erwartenden Weg anhand der Lenkradstellung visualisiert. Dies ist jedoch auch nur der Übergang zum autonom fahrenden Auto, das schon heute die Parksituation besser als viele Fahrer meistert, allerdings rechtliche und ethische Hürden zu nehmen hat. Daher sind solche Pre-Safe-Mechanismen im Geschäftsalltag zur Zeit ebenfalls schwer umsetzbar. Der CxO muss also doch noch Verantwortung übernehmen.

In zwei Wochen können Sie den zweiten Teil dieses Beitrages lesen. Hierin beleuchten wir den Aspekt des Industrial Internet of Things.

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