Digital Transformation

Status quo der Digitalisierung in Deutschland: Digitalisierung ist Chefsache und muss strategisch angegangen und kulturell unterstützt werden – der Chef ist nur meistens Traditionalist und muss unterstützt werden

Status Quo der Digitalisierung in a Nutshell

• Knapp 10 Prozent der Anbieter erfüllen alle Anforderungen für die digitale Ökonomie von morgen
• Nur zwei Prozent der Anwender haben eine Digitalisierungsstrategie erfolgreich umgesetzt
• Knapp ein Drittel der Unternehmen haben von Digitalisierung gehört, aber keine Aktivitäten durchgeführt
• Knapp zwei Drittel der Unternehmen bewertet ihre IT-Architektur als nicht ausreichend für die digitale Transformation
• Communication & Collaboration wird als Top-Voraussetzung für den digitalen Wandel gesehen – allerdings setzt nur ein Bruchteil der Unternehmen auf die strategische Nutzung moderner Plattformen zum Wissens- und Datenaustausch
• Qualitätssteigerung und -sicherung sowie Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit werden als zentrale Treiber angesehen, um die Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen zu unterstützen.
• Verbesserungen erwartet man bei den Herstell-/Servicekosten, höherer Kundenzufriedenheit und der Ressourcenproduktivität bzw. (Prozess-) Effizienz des eigenen Unternehmens
• Innovation vs. Beständigkeit: Die feine Abstufung von „Tanker-Prozessen“ (Traditional & Legacy) bis hin zu den „Schnellboot-Prozessen“ (Innovationen & Speed) ist notwendig und braucht einen organisierten Change
• Die Bestimmung des Wertbeitrags der IT als Produktionsfaktor erfordert eine Digital Maturity/Literacy und ein Update der KPIs
• Unternehmen sind nur so gut wie ihre interne Teamfähigkeit – Traditionalisten müssen mit der Generation XYZ eng verzahnt werden

Digitized Eco-System

Die Werkzeuge sind vorhanden – aber es fehlt das Know-how

Die Werkzeuge für die digitale Transformation liegen prinzipiell bereit, die Nutzung dieser ist jedoch für die meisten Unternehmen eine immense Herausforderung. Die digitale Transformation kann also in der Theorie beginnen, in der Praxis ist der Weg nur in der Regel mit sperrigen Steinen gesät. Unternehmen wissen jedoch um die Dringlichkeit der digitalen Transformation, die sowohl am eigenen Leib bzw. intern und auch gegenüber Kunden – und Partnern angegangen werden muss, um effizient und zeitgemäß agieren zu können. Letztlich entscheidet sich aktuell, welche Unternehmen 2020 noch am Markt vertreten sein werden. Die Themenvielfalt ist beachtlich und führt zur Überforderung. In vielen Fällen fängt die Digitalisierung mit Social Media, Cloud und der Automation im Kontext Internet of Things bzw. Industrie 4.0 an, um letztlich an neuen digitalen Ökosystemen partizipieren zu können.

Digitized Eco-System

Treiber für die digitale Transformation:

Treiber für den Wandel sind daher die nun mögliche 1:1-Kundenansprache, die über die Veränderung der Push-Wertschöpfung hin zu einer Pull-Wertschöpfung ermöglicht wird.

Pull Werttschöpfungskette

Im Marketing spricht man dagegen auch von outbound2inbound Marketing. Ferner sind es die Qualitätssteigerung und Sicherung beziehungsweise Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, die Unternehmen als zentrale Treiber bei der Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen ansehen. Detailverbesserungen hinsichtlich eigener Prozesse erwartet man zukünftig in den Bereichen der Herstell-/Servicekosten und der Ressourcenproduktivität bzw. (Prozess-) Effizienz des eigenen Unternehmens.

Diese Punkte hängen stark mit einer Optimierung und Verbesserung des Kundenkontaktes zusammen, über den letztlich intensivere, als auch persönlichere, individuellere Kundenbindungen realisiert werden können. Am Ende steht also die Hoffnung die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu erhöhen und auch Umsatz bzw. den Gewinn zu verbessern.

Barrieren der digitalen Transformation

Unternehmen straucheln in vielen Disziplinen der digitalen Transformation, da diese äußerst facettenreich ist. Die „IT-fizierung“ war nur der Anfang, der einen exponentiellen Wandel in technischen sowie auch organisatorischen Disziplinen verlangt. Wesentliche Stolpersteine und Barrieren der erfolgreichen Strategie sind neben der fehlenden Vision und der Frage nach dem Startpunkt die in der Regel fehlende Agilität neue Anforderungen umzusetzen und neue Services sicher und skalierend gegenüber Kunden bereitzustellen.

Biggest challenges

In der Tiefe betrachtet offenbart sich natürlich eine ganze Bandbreite an Themen, die für die Anwenderunternehmen eine Barriere darstellen. Folgende Punkte sollen nur einen kurzen Einblick in die möglichen Dimensionen und Aufgabengebiete geben:

  • Dünne finanzielle Polster und Fehlender Mut für eine multidimensionale Finanzierungsstrategie
  • Mangelnde Führung – kein Teamgeist, schlechtes Projektmanagement, ungenügendes Wissen über Skills und Wünsche der Mitarbeiter
  • Unzureichende Kommunikationskultur im Unternehmen, die durch mangelndes Verständnis von verschiedenen Mitarbeitergenerationen gestützt wird (fehlende Social Literacy)
  • Unzureichende Prozesstransparenz und veraltete Geschäftsziele sowie Überforderung bei der Neuausrichtung, die auch die Kannibalisierung des eigenen Geschäfts erfordern kann
  • Fehlende Datenzentralisierung für neue Erkenntnisse und Ableitungen
  • Stark Heterogene und nicht skalierende IT-Infrastrukturen
  • Zu geringes Wissen über Cyber Security und Compliance
  • Veraltetes Informationsmanagement und klare Trennung von Zuständigkeiten (die beispielsweise für das moderne Service Integration & Management nötig sind)
  • Altbackene IT-Philosophien – „never change a running system“ sowie das fehlende Verständnis der IT-Abteilung als Enabler zu fungieren und sich mit DevOps zu beschäftigen

Lesen Sie am 30. September im zweiten Teil dieses Beitrages, wie die Roadmap und Handlungsempfehlungen für die digitale Transformation aussehen.

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