Big Data

BITKOM bringt die Next Generation Big Data zusammen mit Industrie 4.0 auf die Agenda

Autor: Dr. Michael Weiß

 

Das Thema Big Data ist IT-Trend, auch bei Experton Group, die dazu in diesem Jahr einen Vendor-Benchmark aufgelegt hat (Mehr dazu: http://www.experton-group.de/research/studien/big-data-vendor-benchmark-2013/ueberblick.html). Und es gibt zunehmend mehr Kunden, die dieses Thema quer über die Branchen, auf die ein oder andere Art, zum Einsatz bringen.

Auch der BITKOM, das Sprachrohr der IT-, Telekommunikations- und Neue-Medien-Branche, setzt sich intensiv mit dieser Thematik  auseinander.

Auf der jüngsten Tagung des Arbeitskreises Big Data, der mit über 50 Teilnehmern aus Beratung, Forschung, Technik und Anbietern bunt besetzt war, standen u.a. Vorträge der Software AG, SAS , Amazon und IBM zu Big Data, Realtime Analytics und Streaming Computing auf der Agenda. Mit beiden Techniken können unstrukturierte Daten (z.B. Video, Bilder, Audiosignale), verbunden mit den Vorteilen der System-Skalierbarkeit, sehr hoher Verfügbarkeit und extrem hohen Geschwindigkeiten, analysiert werden.

Diese Themen bilden, neben anderen, die Basis für ein weiteres im Rahmen des BITKOM-Arbeitskreises behandeltes Thema: Industrie 4.0. Denn die Fähigkeit, Daten in Echtzeit zu erfassen, zu sammeln, zu filtern, zu verknüpfen und auszuwerten ist ein erfolgskritischer Faktor für Industrie 4.0.

Für den BITKOM ist dieses Thema von so großem Interesse, dass Anfang 2013 ein neuer Kompetenzkreis Industrie 4.0 mit einem Koordinierungskreis Industrie 4.0 gegründet wurde. In diesem Kreis agieren vier Arbeitskreise zu den Spezialthemen

  • Cyber-Physical Systems,
  • Industrie 4.0 Markt & Strategie,
  • Interoperabilität und
  • Dialogkreis Industrie 4.0.

 

Industrie 4.0 geht auf die Initiative der Deutschen Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der deutschen Wissenschaft und der deutschen Wirtschaft zurück. Auch im Koalitionsvertrag der großen Koalition ist dieses Zukunftsthema verankert. Benannte Ziele sind die Konvergenz der klassischen Fertigungsindustrie mit der ITK, Internet-Breitband und WLAN-Ausbau (mit Terminen) und der Aufbau von Demonstrations-Zentren.

Hohe Automatisierungsgrade, selbstlernende und operierende Systeme sollen über heutige Fabrik- und Fertigungsgrenzen hinweg stark individualisierte Produkte erstellen. Die Zielsetzung ist die Sicherung und der Ausbau des Wirtschaftsstandortes Deutschland.  Die Technik basiert auf im Kern auf sogenannten Cyber-physical Systems und dem Internet der Dinge.

Laut Definition des Arbeitskreises Industrie 4.0 umfassen Cyber-physical Systems (CPS) eingebettete Systeme (Embedded Systems), Produktions-, Logistik-, Engineering-, Koordinations- und Managementprozesse sowie Internetdienste. Diese erfassen über Sensoren unmittelbar physikalische Daten. Mit Aktoren (Umsetzer elektronischer Signale in mechanische Bewegungen oder andere physikalische Bewegungen) kann auf physikalische Vorgänge eingewirkt werden. Über digitale Netze sind diese untereinander verbunden. Derart können weltweit verfügbare Daten und Dienste genutzt und über multimodale Mensch-Maschine-Schnittstellen verfügbar gemacht werden.

In einer seiner Präsentation berichtete Wolfgang Dorst, Bereichsleiter Industrie 4.0 des BITKOM e.V., über „Industrie 4.0 – die Vision zum Mitmachen“.

Die Übertragung etablierter Konzepte aus der ITK-Branche, wie z.B. die Themen Mobility und Cloud Services, auf die klassische Industrie, bewirkt die Konvergenzen, die letztlich zu Industrie 4.0 führen.

Aus Sicht der BITKOM sind einige Unternehmen mit der Umsetzung des Themas schon weit fortgeschritten. Über die oft im Fokus liegenden Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus hinaus, zeigen der Automobilbau und dessen Zulieferer, die Pharma-, Chemie- und Energiewirtschaft, sowie die Landwirtschaft vorzeigbare Use-Case-Szenarien.

Der Phantasie für zukünftige Umsetzungsszenarien sind aus meiner Sicht kaum Grenzen auferlegt.

Um die Umsetzung von Industrie 4.0 weiter voranzutreiben, sind sogenannte Demonstrations-Zentren geplant. Dort sollen „gläserne“ exemplarische Use Cases präsentiert werden.

 

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